Fluss · Österreich

Wachau mit dem Wohnmobil

36 km Donau zwischen Melk und Krems, Welterbe: Stift Melk, Weinterrassen, Dürnstein, Marillen, Heurige, Rollfähren und der Donauradweg. Kurz, flach und voller Genuss.

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Wein & GenussRadfahrenBurgen & GeschichteFotografierenNatur & Aussicht 3 bis 5 Tage 45 Plätze an den Stationen

Die Stationen

  1. 1

    Melk · 1 Tag

    Das Stift über der Donau ist der Auftakt, zwei bis drei Stunden für Stiftskirche, Bibliothek, Marmorsaal und Garten. Das Wohnmobil parkt unterhalb des Stifts, die Altstadt ist klein. Wer Zeit hat, fährt 5 km zur Schallaburg mit ihren Ausstellungen.

    Sehenswert: Stift Melk, Schloss Schallaburg

    Plätze rund um Melk

  2. 2

    Spitz · 1 Tag

    Der Weinort mit dem Tausendeimerberg mitten im Dorf, so heißt der Hügel, weil er in guten Jahren tausend Eimer Wein liefert. Burgruine Hinterhaus über dem Ort, Schifffahrtsmuseum im Schloss, Heurige in den Gassen. Die Rollfähre nach Arnsdorf fährt gleich unterhalb.

    Sehenswert: Tausendeimerberg, Burgruine Hinterhaus, Schifffahrtsmuseum Spitz

    Plätze rund um Spitz

  3. 3

    Weißenkirchen in der Wachau · 1 Tag

    Wehrkirche mit Treppenaufgang, Teisenhoferhof mit dem Wachaumuseum, die besten Rieslinglagen der Wachau (Achleiten, Klaus). Von hier aus zu Fuß über den Welterbesteig nach Dürnstein, zwei Stunden durch die Terrassen, zurück mit dem Bus oder Schiff.

    Sehenswert: Pfarrkirche Weißenkirchen in der Wachau, Wachaumuseum

    Plätze rund um Weißenkirchen in der Wachau

  4. 4

    Dürnstein · 1 Tag

    Der blaue Stiftsturm und die Burgruine, in der Richard Löwenherz gefangen saß, sind das bekannteste Bild der Wachau. Der Ort ist winzig und tagsüber voll; früh oder abends kommen, auf die Ruine steigen (eine halbe Stunde), dann im Stift die Barockkirche. Wohnmobile parken oben an der B3.

    Sehenswert: Burgruine Dürnstein, Stift Dürnstein

    Plätze rund um Dürnstein

  5. 5

    Krems an der Donau · 1 Tag

    Das Ende der Wachau und die einzige Stadt: Steiner Tor, Altstadt, Kunstmeile mit Kunsthalle und Karikaturmuseum. Gegenüber auf dem Berg das Stift Göttweig, ein Barockbau mit Donaublick. Von Krems aus geht es die Donau weiter nach Wien oder zurück über die A1.

    Sehenswert: Steiner Tor, Kunsthalle Krems, Stift Göttweig

    Plätze rund um Krems an der Donau

Warum in die Wachau

Die Wachau ist kurz. 36 km Donau zwischen Melk und Krems, und auf diesen 36 km liegt alles, was Österreich an Fluss, Wein und Barock zu bieten hat: zwei große Stifte, ein Dutzend Weindörfer mit Heurigen, Terrassen aus Trockensteinmauern, Burgruinen auf den Felsen, Marillengärten im Tal. Die Unesco hat das Tal als Kulturlandschaft zum Welterbe gemacht, und anders als anderswo merkt man es: keine Hochhäuser, keine Industrie, kein Ufer verbaut.

Für Wohnmobilisten ist die Wachau ein ideales Kurzziel. Drei Tage reichen, fünf sind entspannt, und die Kombination aus Wohnmobil und Rad ist hier perfekt: Du bleibst zwei Nächte an einem Platz, fährst den Donauradweg flach und asphaltiert, setzt mit der Rollfähre über, kehrst beim Heurigen ein und kommst mit dem Schiff zurück. Fahren musst du kaum.

Die Route in Kürze

Flussabwärts von Melk nach Krems, der Planer dreht um, wenn Krems näher liegt. Melk ist das Stift und der Auftakt. Dann über die B3 am Nordufer nach Spitz mit dem Tausendeimerberg, Weißenkirchen mit den Riesling-Terrassen, Dürnstein mit dem blauen Turm und Krems als Stadt am Ende. Das Südufer mit Arnsdorf, Rossatz und Mautern ist ruhiger und mit den Fähren jederzeit erreichbar; die Marillengärten liegen dort dichter.

Wer mehr Zeit hat, fährt von Krems das Kamptal hinauf in die Weinorte Langenlois und Gobelsburg oder donauabwärts nach Tulln und Wien. Wer von Wien kommt, hat die Wachau als Wochenendziel in einer Stunde Fahrt.

Beste Zeit

April bis Oktober, mit drei Höhepunkten. Anfang April blühen die Marillenbäume, zehn Tage lang ist das Tal weiß und rosa, und das ist der schönste Moment des Jahres; die Stellplätze sind dann voll, die Fähren nehmen gerade den Betrieb auf. Mitte Juli sind die Marillen reif, Verkaufsstände an jeder Straße, Marillenknödel in jedem Gasthaus. Und im Oktober ist Weinlese, mit Sturm (dem gärenden Most) beim Heurigen und Herbstfarben in den Terrassen.

Dazwischen sind Mai, Juni und September die ruhigen, guten Monate zum Radfahren. Juli und August sind warm, oft über 30 Grad im Tal, und an Wochenenden voll. Im Winter stehen die Fähren still, die meisten Heurigen und Stellplätze haben zu, und das Tal ist still und grau; Stift Melk hat trotzdem geöffnet.

Mit Hund

Die Wachau ist mit Hund unkompliziert. Heurige sind Gastgärten, in denen Hunde unter dem Tisch liegen dürfen; Stellplätze und Campingplätze nehmen Hunde auf; die Rollfähren ebenfalls, wie überall in Österreich im öffentlichen Verkehr mit Maulkorb und Leine. Das gilt auch für Bus, Bahn und die Ausflugsschiffe.

Die Donau selbst ist nichts zum Baden, die Strömung ist stark und die Schiffe kommen schnell. Bei Rossatz und in den Donaubuchten gibt es ruhige Altwasser, an denen Hunde ins Wasser können. In den Weinterrassen gehört der Hund an die Leine, die Winzer arbeiten dort das ganze Jahr. Der Radweg am Nordufer läuft neben der B3 und wird im Sommer heiß; mit Hund ist das Südufer die bessere Wahl, mit mehr Schatten und weniger Verkehr.

Fahren und Übernachten

Fahrerisch ist die Wachau anspruchslos: zwei gut ausgebaute Bundesstraßen, keine Pässe, keine Maut. Eng wird es nur in den Orten. Dürnstein hat die Ortsdurchfahrt gesperrt, Weißenkirchen und Spitz haben Gassen, in die kein Wohnmobil gehört. Überall liegen Parkplätze an der B3, meist mit Blick auf die Donau, von dort läufst du zehn Minuten. An Sommerwochenenden stehen die Parkplätze bei Dürnstein ab Mittag voll, dann sind Rad und Fähre die bessere Wahl.

Die Rollfähren sind eine Besonderheit: Sie hängen an einem Seil über der Donau und werden von der Strömung angetrieben, ohne Motor. Spitz-Arnsdorf und Weißenkirchen-St. Lorenz nehmen Autos und Wohnmobile mit, die Motorfähre Dürnstein-Rossatz ebenfalls. Sie fahren von April bis Oktober nach Bedarf, meist bis zum frühen Abend; mit einem langen Fahrzeug sprichst du vorher kurz mit dem Fährmann, die Decks sind klein.

Die Vignette brauchst du nur für die Anreise über die A1 oder die S33; die Wachau selbst ist vignettenfrei, über 3,5 t gilt auf der Autobahn die GO-Box. Freistehen ist in Niederösterreich verboten, an der Donau wird kontrolliert. Stellplätze gibt es in Melk, Spitz, Weißenkirchen, Rossatz und Krems, einige direkt am Ufer, dazu Campingplätze in Rossatz und Krems; zur Marillenblüte und im Oktober vorbuchen, sonst reicht Ankunft am Nachmittag. Mehr zu Vignette, Tempolimits und Freistehen im Steckbrief Österreich.