Küste · Schweden

Schwedische Westküste mit dem Wohnmobil

Bohuslän: glatt geschliffene Granitschären, rote Bootshäuser, Krabbenbrote und das klarste Wasser Schwedens, von Göteborg bis zur norwegischen Grenze.

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Baden & StrandNatur & AussichtFotografierenStädteWandernMit Kindern 5 bis 8 Tage 60 Plätze an den Stationen

Die Stationen

  1. 1

    Göteborg · 2 Tage

    Wohnmobil am Stadtrand oder am Hafenstellplatz lassen, mit Straßenbahn in die Stadt. Haga mit den Holzhäusern und den riesigen Zimtschnecken, Feskekôrka, der Fischmarkt, und Liseberg für den Abend. Die Südschären erreichst du mit der Straßenbahn und dem Linienboot, kostenlos im Nahverkehrsticket.

    Sehenswert: Liseberg, Haga (Göteborg), Universeum

    Plätze rund um Göteborg

  2. 2

    Marstrand · 1 Tag

    Die autofreie Insel mit der Festung Carlsten obendrauf. Parken auf Koön, Personenfähre hinüber, Rundweg um die Insel über die Badefelsen, abends am Hafen die Segler zählen. Ein Tag reicht, im Juli ist es sehr voll.

    Sehenswert: Festung Carlsten

    Plätze rund um Marstrand

  3. 3

    Lysekil · 1 Tag

    Badeort aus der Belle Époque mit Holzvillen und dem Meeresaquarium Havets Hus. Das Naturreservat Stångehuvud am Ortsende ist rosa Granit, von Wind und Eis rund geschliffen, mit Badestellen dazwischen. Anfahrt über die kostenlose Fähre auf der 161.

    Sehenswert: Havets Hus, Stångehuvud

    Plätze rund um Lysekil

  4. 4

    Smögen · 1 Tag

    Die Smögenbryggan ist der berühmteste Holzsteg Schwedens, 600 Meter rote Bootshäuser, Krabbenbuden und Boutiquen. Im Juli ist hier Volksfest. Wohnmobil in Kungshamn abstellen, zu Fuß über die Brücke, und morgens früh zum Fischmarkt.

    Sehenswert: Smögenbryggan

    Plätze rund um Smögen

  5. 5

    Fjällbacka · 2 Tage

    Ingrid Bergmans Sommerort unter dem Felsen Vetteberget, durch den die Schlucht Kungsklyftan führt. Zehn Minuten landeinwärts liegen die bronzezeitlichen Felsritzungen von Tanum mit dem Vitlycke-Museum, UNESCO-Welterbe. Grebbestad mit den Austern ist der nächste Ort an der Küste.

    Sehenswert: Felsritzungen von Tanum, Kungsklyftan, Vitlycke Museum

    Plätze rund um Fjällbacka

  6. 6

    Strömstad · 2 Tage

    Letzte Stadt vor Norwegen, voller norwegischer Einkäufer. Der Grund zum Bleiben ist der Nationalpark Kosterhavet: Boot zu den Koster-Inseln, dort Rad leihen oder wandern, Baden im klarsten Wasser der Küste. Zwei Tage, einen davon auf Koster.

    Sehenswert: Nationalpark Kosterhavet, Kosterinseln

    Plätze rund um Strömstad

Warum die schwedische Westküste

Bohuslän ist die Küste, an der Schweden selbst Urlaub macht. Zwischen Göteborg und der norwegischen Grenze liegen rund 8.000 Inseln und Schären, Granit, der von der Eiszeit glatt und rund geschliffen wurde, rosa und grau, mit roten Bootshäusern in den Buchten und Wasser, das klarer ist als an jeder anderen schwedischen Küste. Man badet hier nicht am Strand, sondern von den Felsen, und man isst Krabben vom Steg.

Für Wohnmobilisten ist die Region kompakt und bequem: 200 Kilometer Küste, die E6 als schnelle Achse im Hinterland, Nebenstraßen über die Inseln, in jedem Hafenort ein Stellplatz. Die Schären selbst sieht man am besten vom Wasser, also plane Boote und Fähren ein.

Die Route in Kürze

Die Route führt von Göteborg nach Norden bis Strömstad. Göteborg ist ein Stadttag mit Straßenbahn und Linienboot in die Südschären. Marstrand ist die erste Schäreninsel, autofrei, mit der Festung Carlsten auf dem Gipfel. Über Tjörn und Orust, zwei große Inseln mit Brücken, geht es nach Lysekil, wo das Naturreservat Stångehuvud die typischen rosa Granitfelsen zeigt. Smögen hat den berühmtesten Holzsteg der Küste und den Fischmarkt. Fjällbacka ist das Postkartendorf unter dem Felsen, mit den Felsritzungen von Tanum im Hinterland. Strömstad ist das Tor zum Nationalpark Kosterhavet, Schwedens erstem Meeresnationalpark, und zu den Koster-Inseln.

Die Etappen sind kurz, oft unter 60 Kilometer. Wer mehr Zeit hat, hängt die Inseln Tjörn und Orust mit den Orten Skärhamn und Mollösund als eigene Tage dazu. Von Strömstad ist Oslo zwei Stunden entfernt, die Route lässt sich also gut mit Norwegen verbinden.

Beste Zeit

Juni ist der beste Monat: Die Felsen sind schon warm, die Abende hell bis Mitternacht, und die Hafenorte sind noch nicht überfüllt. Die erste Septemberhälfte ist die zweite gute Zeit, ruhig, oft stabil, das Wasser noch warm. Ende September beginnt die Hummersaison, dann wird an der Küste gefeiert und gefischt.

Juli ist Hochsaison. Smögen, Fjällbacka und Marstrand platzen, die Campingplätze sind ausgebucht, die Hafenparkplätze zeitlich begrenzt und teils für Wohnmobile gesperrt. Wer im Juli kommt, reserviert und stellt sich auf Betrieb ein. Im Mai ist das Wasser noch kalt, aber die Küste leer und das Licht schön. Ab Oktober schließen die meisten Plätze.

Mit Hund

Die Leinenpflicht in der Natur gilt vom 1. März bis zum 20. August, in Orten und auf Campingplätzen immer. Die Badefelsen sind für Hunde gut geeignet, weil es keine Badestrände im klassischen Sinn gibt; an den offiziellen Badestellen mit Steg und Liegewiese sind Hunde im Sommer aber meist nicht erlaubt, die Gemeinden weisen eigene Hundebadeplätze aus. Im Nationalpark Kosterhavet und auf den Koster-Inseln gehört der Hund an die Leine, die Boote nehmen ihn mit, ebenso die Personenfähre nach Marstrand.

In Göteborg fahren Hunde in Straßenbahn und Linienboot mit. Auf den Felsen im Hochsommer an die Pfoten denken, der Granit wird in der Sonne heiß. Zecken gibt es an der ganzen Küste.

Fahren und Übernachten

Die E6 bringt dich schnell von Ort zu Ort, aber die Küste siehst du nur auf den Nebenstraßen: die 160 über Tjörn und Orust, die 161 mit der kostenlosen Straßenfähre über den Gullmarsfjord nach Lysekil, die 163 entlang der Küste bis Strömstad. Streckenmaut oder Vignette gibt es nicht. Göteborg erhebt eine Innenstadtmaut, die automatisch über das Kennzeichen abgerechnet wird und auch ausländische Fahrzeuge trifft; wer die Stadt mit dem Wohnmobil umfährt oder am Stadtrand parkt, spart sie sich.

Das Jedermannsrecht gilt für Wanderer und Zelte, nicht für Fahrzeuge. Das Wohnmobil steht auf Straßen und Parkplätzen; eine Nacht dort ist üblicherweise geduldet, solange du nicht campst und kein Schild es verbietet. Genau diese Schilder sind an der Westküste in den letzten Jahren häufiger geworden, weil die Hafenorte überlaufen waren. Dafür haben fast alle Gemeinden Ställplatser an den Häfen eingerichtet, oft mit Blick aufs Wasser, dazu gibt es viele Campingplätze. In den Hafenorten selbst lässt du das Wohnmobil draußen: Smögen, Fjällbacka und Grebbestad haben enge Gassen und Parkplätze, die im Sommer zeitlich begrenzt sind. Marstrand ist ganz autofrei, dort wird auf der Nachbarinsel Koön geparkt. Wohnmobile über 3,5 t haben in Schweden niedrigere Tempolimits als Pkw; den aktuellen Stand vor der Abfahrt beim ADAC prüfen.

Quellen

  • Naturvårdsverket: Allemansrätten und Fahrzeuge
  • Transportstyrelsen: Trängselskatt Göteborg
  • ADAC: Verkehrsregeln und Maut Schweden