See · Italien, Schweiz
Lago Maggiore mit dem Wohnmobil
Zwei Länder, ein See: Palmen und Borromäische Inseln im Süden, Tessiner Täler im Norden, Märkte in Cannobio und Luino, Camping direkt am Wasser.
Die Stationen
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1
Arona · 1 Tag
Südende, ruhig und gut erreichbar. Zur Kolossalstatue San Carlone hinauf, innen kann man bis in den Kopf steigen. Gegenüber liegt die Rocca di Angera, mit der Fähre oder dem Rad erreichbar.
Sehenswert: Sancarlone, Rocca di Angera
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2
Stresa · 2 Tage
Von hier starten die Boote zu den Borromäischen Inseln. Isola Bella und Isola Madre an einem Tag, früh los, nachmittags sind die Gärten voll. Am zweiten Tag mit der Seilbahn auf den Mottarone, oben siehst du sieben Seen und den Monte Rosa.
Sehenswert: Borromäische Inseln, Isola Bella, Mottarone
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3
Verbania · 1 Tag
Die Villa Taranto ist ein botanischer Garten mit Kamelien und Dahlien, je nach Jahreszeit. Die Uferpromenade von Pallanza ist der schönste Abendspaziergang am Westufer. Von Intra fährt die Autofähre nach Laveno, falls du das Nordende auslassen willst.
Sehenswert: Villa Taranto, Pallanza
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4
Cannobio · 1 Tag
Der Sonntagsmarkt ist riesig, am Markttag kommst du mit dem Wohnmobil nicht in den Ort, also am Samstag ankommen. Der Kiesstrand ist flach und gut zum Baden. Ins Cannobino-Tal zur Orrido di Sant'Anna, eine enge Schlucht mit Kirche darüber.
Sehenswert: Orrido di Sant'Anna, Valle Cannobina
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5
Ascona · 1 Tag
Pastellfarbene Uferpiazza, teuer, aber schön. Oben der Monte Verità mit seiner Geschichte von Aussteigern und Künstlern. Das Maggia-Delta hat Kiesbänke zum Baden, auch mit Hund.
Sehenswert: Monte Verità, Maggiadelta
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6
Locarno · 1 Tag
Mit der Standseilbahn zur Madonna del Sasso und weiter mit der Seilbahn auf die Cardada. Von Locarno aus lohnt ein Tag im Verzascatal: smaragdgrünes Wasser, die Brücke von Lavertezzo, früh hin, ab 11 Uhr ist der Parkplatz voll.
Sehenswert: Madonna del Sasso (Orselina), Cardada, Verzascatal
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7
Luino · 1 Tag
Mittwochs der größte Markt am See, dann ist der Ort voll und für Wohnmobile schwer zu erreichen. An den anderen Tagen ein ruhiger Stopp am Ostufer mit Promenade und kleinen Stränden.
Sehenswert: Mittwochsmarkt in Luino
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8
Laveno · 1 Tag
Mit der Korbseilbahn auf den Sasso del Ferro, Blick über den ganzen See. Die Einsiedelei Santa Caterina del Sasso bei Leggiuno klebt an der Felswand, zu Fuß über Treppen oder per Aufzug. Von hier fährt die Autofähre zurück nach Intra.
Sehenswert: Sasso del Ferro, Santa Caterina del Sasso
Warum an den Lago Maggiore
Der Lago Maggiore ist der See für Leute, die den Gardasee zu voll finden. Er ist fast genauso lang, aber die Orte sind kleiner, die Straßen ruhiger, und im Norden wechselt das Land. Auf 65 Kilometern fährst du von Palmen und Belle-Époque-Hotels in Stresa über Fischerdörfer bis in die Schweiz, wo die Täler der Maggia und der Verzasca in die Berge führen. Das Wasser ist sauber, die Campingplätze liegen oft direkt am Ufer, und an einem Nachmittag kannst du mit der Fähre einfach auf die andere Seite wechseln.
Dazu kommt die Mischung: Inselgärten für den einen Tag, eine Flussschlucht mit Badegumpen für den nächsten, Markt in Cannobio am Sonntag, Seilbahn auf den Mottarone am Montag. Für eine Woche ist das genau richtig.
Die Route in Kürze
Die Runde läuft gegen den Uhrzeigersinn: Start im Süden in Arona, dann am Westufer über Stresa, Verbania und Cannobio nach Norden, über die Grenze nach Ascona und Locarno, und am Ostufer über Luino zurück nach Laveno. Insgesamt sind das rund 170 Kilometer, verteilt auf sieben bis acht Tage mit viel Zeit zum Stehen.
Wer über den Gotthard kommt, startet in Locarno und fährt die Runde in umgekehrter Richtung, das passt genauso. Wer wenig Zeit hat, konzentriert sich auf Stresa, Verbania und Locarno und quert mit der Autofähre Intra-Laveno, das spart das Nordende.
Vom Ostufer aus ist der Lago di Lugano nah, vom Westufer der Lago d'Orta, ein winziger See mit der Insel San Giulio, der sich als Tagesausflug anbietet. Wer im Anschluss weiter nach Süden will, ist in einer Stunde in Mailand, dort das Wohnmobil aber am Stadtrand stehen lassen.
Beste Zeit
April ist die Zeit der Kamelien und Azaleen auf den Borromäischen Inseln und in der Villa Taranto, der See selbst ist noch zu kalt zum Baden. Von Mai bis Juni ist es warm, grün und noch nicht voll. Juli und August sind am Ufer heiß, die Campingplätze sind gut belegt, und an den Wochenenden kommen Mailänder und Tessiner an den See. Dann lohnt es sich, tagsüber in die Täler auszuweichen, wo es kühler ist.
Der September ist der beste Monat: warmes Wasser, leere Plätze, klare Sicht auf die Berge. Im Oktober wird es ruhig, die Kastanien fallen, viele Plätze bleiben bis Ende des Monats offen. Von November bis März ist am See wenig los, die Campingplätze sind geschlossen, nur wenige Stellplätze bleiben offen.
Mit Hund
Die meisten Campingplätze am See nehmen Hunde, einige haben einen eigenen Strandabschnitt für sie. An den offiziellen Badestränden der Orte sind Hunde im Sommer meist nicht erlaubt, aber der See hat genug Kiesufer außerhalb, an denen niemand etwas sagt. Besonders gut sind die Flussmündungen: das Maggia-Delta bei Ascona, der Cannobino bei Cannobio, die Kiesbänke der Verzasca.
In der Schweiz gilt im Tessin von April bis Juli Leinenpflicht im Wald (Wildschutz), auf den Wanderwegen danach Rücksicht. Die Schiffe nehmen Hunde mit, an der Leine, bei großen Hunden mit Maulkorb. Die Seilbahnen auf Mottarone, Cardada und Sasso del Ferro ebenfalls. An Hitzetagen sind die Seilbahnen ein guter Trick: oben ist es zehn Grad kühler. Für die Einreise reichen EU-Heimtierausweis und gültige Tollwutimpfung, die Schweiz kontrolliert gelegentlich am Grenzübergang.
Fahren und Übernachten
Die Uferstraßen sind gut zu fahren, mit einer Ausnahme: Das Westufer zwischen Verbania und der Schweizer Grenze (SS34) ist schmal, hat kurze Tunnel und läuft mitten durch Cannobio. Für Fahrzeuge bis etwa 7,50 Meter ist das machbar, wenn du dir Zeit lässt. Große Mobile und Gespanne nehmen besser die A26 auf der Westseite und steigen erst im Tessin wieder auf die Uferstraße ab. Das Ostufer (SS394) ist breiter, aber zwischen Luino und Laveno gibt es Ortsdurchfahrten mit Engstellen.
Alle Altstädte sind verkehrsberuhigt oder ZTL. Mit dem Wohnmobil fährst du dort nicht hinein, auch nicht kurz. Die Kameras am Ortseingang arbeiten zuverlässig, und das Bußgeld kommt Monate später per Post. Parke auf den ausgewiesenen Plätzen am Rand und geh die zehn Minuten.
Die Markttage sind ein eigenes Thema: Sonntag in Cannobio und Mittwoch in Luino sind die Orte voll, die Zufahrtsstraßen gesperrt oder verstopft. Entweder am Vortag ankommen und den Markt zu Fuß vom Campingplatz aus besuchen, oder mit dem Schiff kommen.
Für die Schweiz brauchst du eine Vignette, wenn dein Fahrzeug bis 3,5 Tonnen wiegt, auch wenn du nur ein paar Kilometer Autobahn fährst. Über 3,5 Tonnen gilt die pauschale Schwerverkehrsabgabe (PSVA), und die gilt auf allen Straßen, nicht nur auf der Autobahn. Du löst sie am besten vorher online, Stand Oktober 2026 gibt es Tages-, Monats- und Jahresvarianten, die Beträge prüfst du vor der Abfahrt beim Zoll oder beim ADAC. In Italien zahlst du Streckenmaut auf der A26 und A8, die Uferstraßen sind frei.
Übernachten: Campingplätze gibt es reichlich, viele direkt am Wasser, im Sommer reservieren. Stellplätze sind weniger geworden, einige Gemeinden haben Parkplätze mit Wohnmobil-Verbot versehen. Freies Stehen wird in Italien in den Uferorten nicht gern gesehen und ist in der Schweiz je nach Gemeinde verboten, im Tessin wird kontrolliert. Die Autofähre Intra-Laveno fährt den ganzen Tag, nimmt Wohnmobile mit und ist die entspannteste Art, die Seite zu wechseln.