Region · Kroatien

Plitvicer Seen und Lika mit dem Wohnmobil

Kroatiens grünes Hinterland zwischen Zagreb und der Küste: die Wasserfälle von Plitvice und Rastoke, die weite Lika und der Velebit, der zur Adria abbricht. Kühl, leer, auf dem Weg nach Dalmatien.

Roadtrip hierher planen
Natur & AussichtWandernFotografierenMit KindernRadfahren 3 bis 5 Tage 50 Plätze an den Stationen

Die Stationen

  1. 1

    Slunj · 1 Tag

    Rastoke ist der Ortsteil, in dem die Slunjčica über Travertinstufen in die Korana fällt, zwischen alten Mühlen. Ein Vorgeschmack auf Plitvice ohne Eintritt und Menschenmassen. Eine Stunde reicht, dann weiter oder im Ort übernachten.

    Sehenswert: Rastoke

    Plätze rund um Slunj

  2. 2

    Plitvička Jezera · 2 Tage

    16 Seen, 90 Wasserfälle, Holzstege über türkisem Wasser. Ticket mit Zeitfenster online buchen, um 7 Uhr am Eingang sein, Route H oder K für den ganzen Tag. Baden ist verboten. Stellplätze in Rakovica und Korenica, der Parkplatz am Eingang ist nur für den Tag.

    Sehenswert: Nationalpark Plitvicer Seen

    Plätze rund um Plitvička Jezera

  3. 3

    Otočac · 1 Tag

    Kleinstadt an der Gacka, einem der klarsten Flüsse Europas, mit Forellen und alten Mühlen bei Majerovo vrilo. Ruhiger Zwischenstopp in der Lika, Stellplätze bei Familien im Tal.

    Sehenswert: Gacka

    Plätze rund um Otočac

  4. 4

    Gospić · 1 Tag

    Die Hauptstadt der Lika, in Smiljan nebenan steht das Geburtshaus von Nikola Tesla mit Museum und Experimenten. Von hier geht die Passstraße über Baške Oštarije an die Küste, oben der Blick auf Pag und die Inseln. Lamm vom Spieß an der Straße.

    Sehenswert: Nikola-Tesla-Gedenkzentrum, Velebit

    Plätze rund um Gospić

  5. 5

    Karlobag · 1 Tag

    Kleiner Hafenort am Fuß des Velebit, Fähre nach Pag. Hier endet die Lika und beginnt die Küste. Kiesstrände, ein Campingplatz, abends die Sonne hinter Pag. Die Küstenstraße nach Süden gehört zu den schönsten Kroatiens.

    Sehenswert: Velebit, Pag

    Plätze rund um Karlobag

  6. 6

    Starigrad · 2 Tage

    Starigrad-Paklenica liegt direkt am Eingang des Nationalparks Paklenica: Schluchten, Kletterwände, Buchenwälder, Steinadler. Die Velika Paklenica bis zur Hütte und zurück ist ein Tag. Parkplatz im Park ist früh voll, zu Fuß vom Campingplatz am Meer. Zweiter Tag am Strand oder nach Nin.

    Sehenswert: Nationalpark Paklenica, Velika Paklenica

    Plätze rund um Starigrad

Warum in die Lika

Die meisten Wohnmobile fahren auf der A1 durch die Lika nach Dalmatien und sehen nichts als Autobahn und Tunnel. Dabei liegt hier Kroatiens grünes Herz: ein Hochland zwischen 500 und 700 Metern, mit Wäldern, Karstflüssen, die aus dem Boden kommen und wieder darin verschwinden, Bären in den Bergen, und zwei Nationalparks, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Plitvice mit seinen Seen und Stegen kennt jeder. Paklenica, wo der Velebit in zwei Schluchten zur Küste abbricht, kennen Kletterer.

Dazwischen ist die Lika leer. Dörfer mit Lamm am Spieß an der Straße, Flüsse mit Forellen, Stellplätze bei Familien, die dich zum Rakija einladen. Und es ist kühl: Wenn an der Küste 35 Grad sind, hat die Lika 25. Das macht sie zum besten Zwischenstopp auf dem Weg nach Süden, und für drei bis fünf Tage zu einem Ziel für sich.

Die Route in Kürze

Die Route führt von Norden nach Süden: Rastoke bei Slunj als Einstieg, dann die Plitvicer Seen, weiter durch die Lika über Otočac an der Gacka und Gospić, von dort über den Pass Baške Oštarije hinunter an die Küste nach Karlobag und zum Schluss nach Starigrad-Paklenica. Das sind rund 220 Kilometer, verteilt auf fünf Tage, mit zwei Tagen in Plitvice und zwei in Paklenica.

Wer aus Richtung Zagreb oder Slowenien kommt, ist in Rastoke nach zwei Stunden. Von Starigrad aus bist du in 45 Minuten in Zadar, wo die Dalmatien-Route beginnt. Wer von der Küste zurück nach Norden fährt, dreht die Route um und hat Plitvice als Abschluss.

Mit drei Tagen nimmst du Plitvice und Paklenica und fährst dazwischen die A1. Mit fünf Tagen passt alles. Wer länger bleiben will, hängt den Nordvelebit mit dem Nationalpark Sjeverni Velebit und Zavižan an, oder die Insel Pag mit der Fähre ab Karlobag.

Beste Zeit

Mai und Juni sind in Plitvice am schönsten: Die Fälle führen Schmelzwasser, alles ist grün, und vor dem Sommer sind die Stege noch begehbar, ohne im Gänsemarsch zu laufen. Der Oktober ist die zweite Hochzeit, mit Herbstfarben über türkisem Wasser und wenigen Gästen. September ist warm und ruhig.

Juli und August sind in Plitvice ein Problem. Der Park begrenzt die Besucherzahl mit Zeitfenstern, die Online-Tickets sind Tage vorher ausverkauft, und auf den Stegen staut es sich. Wer dann kommt, bucht das erste Zeitfenster um 7 Uhr und ist bis 11 Uhr durch den unteren Teil, wenn die Busse kommen. Die Lika selbst ist auch im Sommer angenehm, Paklenica an der Küste dagegen heiß.

April kann in der Lika noch kalt sein, mit Schnee auf dem Velebit. Im Winter ist Plitvice offen, mit gefrorenen Fällen und wenigen Wegen, die Lika hat dann oft Schnee und die Pässe sind gesperrt.

Mit Hund

Beide Nationalparks erlauben Hunde an der Leine, Plitvice auch auf dem Boot über den Kozjak-See und im Panoramazug. Die Holzstege in Plitvice sind schmal, ohne Geländer und im Sommer voll, ein großer oder unsicherer Hund ist dort nicht glücklich. Früh gehen, wenn die Stege leer sind, und die oberen Seen nehmen, die weniger besucht sind. Baden ist für alle verboten.

In Paklenica läuft der Hauptweg durch die Schlucht auf Schotter und Stein, im Sommer heiß, Wasser gibt es am Bach. Oberhalb wird es Wald. Die Lika hat Bären, Wölfe und Luchse, Begegnungen sind selten, aber der Hund bleibt auf Wanderungen an der Leine. Streunende Hunde gibt es in den Dörfern. Hitze ist oben in der Lika kein Thema, an der Küste bei Starigrad im Juli und August schon, dort sind die Kiesstrände mittags heiß. Campingplätze und Camper Stops nehmen Hunde fast ohne Ausnahme.

Fahren und Übernachten

Die D1 ist die alte Hauptstraße durch die Lika, von Karlovac über Slunj, Plitvice und Korenica nach Gračac. Sie ist gut ausgebaut, mautfrei und führt durch alle Orte, mit Lkw und im Sommer mit Verkehr zu den Seen. Die A1 läuft parallel durch die Berge, schnell und leer, mit Streckenmaut: Wohnmobile über 1,90 Meter Höhe an der Vorderachse bis 3,5 Tonnen fahren in Klasse II. Für die Lika nimmst du die D1, für die Rückfahrt die A1.

Von Gospić an die Küste führt die D25 über den Pass Baške Oštarije auf 928 Metern: Kehren, schmal, oben Karst und Wind, dann der Blick auf Pag und die Inseln. Mit Fahrzeugen bis 7,50 Meter ist das eine der schönsten Strecken Kroatiens, mit Gespannen lässt du es und fährst die A1 bis Zadar. Die Küstenstraße D8 von Karlobag nach Starigrad ist kurvig und eng, unter der Felswand des Velebit.

Die Bora ist hier das Thema: Der Fallwind vom Velebit erreicht an der Küste zwischen Senj und Starigrad Orkanstärke und kommt plötzlich. Dann sperrt die Polizei die D8 und die A1 abschnittsweise für Wohnmobile, Anhänger und Lkw. Der Autoklub HAK meldet das, im Herbst und Winter öfter als im Sommer. Wenn Bora angesagt ist, bleibst du oben in der Lika.

In Plitvice gibt es große Parkplätze an den Eingängen 1 und 2, offen für Wohnmobile, aber nur für den Tag, Übernachten ist dort verboten. Die Stellplätze und Campingplätze liegen in Rakovica und Grabovac nördlich sowie in Korenica südlich des Parks, viele mit Bus zum Eingang. Buche die Eintrittskarte online mit Zeitfenster, in der Saison Tage vorher, und sei zur Öffnung da.

Freistehen ist in Kroatien verboten, auch in der Lika. Dafür gibt es hier Camper Stops bei Familien und Bauernhöfen, die zu den sympathischsten des Landes gehören: ein paar Plätze auf der Wiese, Strom, Lamm am Abend. In Starigrad liegen die Campingplätze am Kiesstrand, der Parkplatz im Nationalpark Paklenica ist früh voll, von den Campingplätzen aus gehst du zu Fuß zum Eingang.