Gebirge · Norwegen

Norwegische Fjorde mit dem Wohnmobil

Von Bergen zur Atlantikstraße: Hardangerfjord, Sognefjord, Geiranger, Trollstigen und Ålesund, die großen Fjorde und Pässe Westnorwegens in einer Linie.

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Natur & AussichtWandernFotografierenStädteMit Kindern 8 bis 14 Tage 58 Plätze an den Stationen

Die Stationen

  1. 1

    Bergen · 2 Tage

    Bryggen, die Hanse-Holzhäuser am Hafen, der Fischmarkt und die Fløibahn hinauf zum Blick über die sieben Berge. Es regnet hier an mehr als 200 Tagen im Jahr, nimm es als Stimmung. Wohnmobil am Stadtrand, Bus oder Bahn hinein.

    Sehenswert: Bryggen, Fløibanen

    Plätze rund um Bergen

  2. 2

    Eidfjord · 2 Tage

    Am innersten Ende des Hardangerfjords. Der Vøringsfossen stürzt 180 Meter in die Måbø-Schlucht, die neuen Aussichtsstege sind spektakulär, der Parkplatz oben ist groß. Von hier führt die Rv7 hinauf auf die Hardangervidda, Europas größte Hochebene, wo im Juli noch Schnee liegt.

    Sehenswert: Vøringsfossen, Hardangervidda-Nationalpark, Hardangerbrücke

    Plätze rund um Eidfjord

  3. 3

    Flåm · 2 Tage

    Winziger Ort am Aurlandsfjord mit großem Betrieb: Die Flåmsbana fährt 20 Kilometer steil bergauf nach Myrdal, Boote fahren in den schmalen Nærøyfjord, UNESCO-Welterbe. Der Aussichtssteg Stegastein liegt 650 Meter über dem Fjord, die Zufahrt ist eng, morgens früh fahren. Kreuzfahrttage meiden, wenn du kannst.

    Sehenswert: Flåmsbana, Nærøyfjord, Stegastein

    Plätze rund um Flåm

  4. 4

    Lærdalsøyri · 1 Tag

    Durch den Lærdalstunnel oder über die Schneestraße nach Lærdal, einem der besterhaltenen Holzhausdörfer Norwegens. Die Stabkirche Borgund, 30 Minuten taleinwärts, ist die berühmteste des Landes. Weiter über den Sognefjord mit kurzen Fähren Richtung Norden.

    Sehenswert: Stabkirche Borgund, Lærdalstunnel

    Plätze rund um Lærdalsøyri

  5. 5

    Geiranger · 2 Tage

    Der Geirangerfjord ist der bekannteste Fjord Norwegens, mit den Wasserfällen Sieben Schwestern und dem Blick vom Flydalsjuvet. Die Mautstraße zum Dalsnibba führt auf 1.500 Meter, die Adlerstraße hinaus hat elf Kehren mit Blick zurück. Im Sommer liegen Kreuzfahrtschiffe im Fjord, dann ist der Ort überlaufen.

    Sehenswert: Geirangerfjord, Dalsnibba, Sieben Schwestern (Wasserfall)

    Plätze rund um Geiranger

  6. 6

    Åndalsnes · 2 Tage

    Von Geiranger über die Fähre Eidsdal–Linge und den Trollstigen hinunter nach Åndalsnes: elf Haarnadelkurven, Wasserfall unter der Brücke, Aussichtsplattformen oben. Die Trollwand ist Europas höchste senkrechte Felswand, die Romsdalseggen-Wanderung eine der schönsten des Landes. Trollstigen-Öffnung vorher prüfen.

    Sehenswert: Trollstigen, Trollveggen, Romsdalseggen

    Plätze rund um Åndalsnes

  7. 7

    Ålesund · 1 Tag

    Nach dem Stadtbrand 1904 komplett im Jugendstil wiederaufgebaut, auf Inseln verteilt. Die 418 Stufen auf den Aksla lohnen für den Blick über Stadt und Inseln, das Aquarium Atlanterhavsparken am Stadtrand ist bei Regen gut. Klippfisch probieren, hier ist seine Hauptstadt.

    Sehenswert: Aksla, Jugendstilsenteret, Atlanterhavsparken

    Plätze rund um Ålesund

  8. 8

    Kristiansund · 1 Tag

    Die Atlantikstraße liegt zwischen Molde und Kristiansund: acht Brücken über offenes Meer, die Storseisund-Brücke als Höhepunkt. Bei Sturm spritzt die Gischt über die Fahrbahn, bei Windstille ist es ein Spaziergang. Haltebuchten und Rastplätze unterwegs, Kristiansund selbst ist die Klippfisch-Stadt.

    Sehenswert: Atlanterhavsveien, Storseisundet-Brücke

    Plätze rund um Kristiansund

Warum die norwegischen Fjorde

Es gibt Landschaften, die man gesehen haben muss, und Westnorwegen ist eine davon. Fjorde, die 200 Kilometer tief ins Land schneiden, mit Wänden, die 1.000 Meter senkrecht aus dem Wasser steigen. Wasserfälle an jeder Kurve. Straßen, die sich in Kehren über Pässe winden, auf denen im Juli noch Schnee liegt. Dazu Holzhausdörfer, Stabkirchen und Städte wie Bergen und Ålesund, die zu den schönsten Nordeuropas gehören.

Mit dem Wohnmobil ist das die beste Art, die Region zu sehen: Du bist nicht an Hotels gebunden, kannst dort halten, wo das Licht gerade gut ist, und die Fähren sind Teil der Strecke. Norwegen ist teuer, aber die Landschaft kostet nichts.

Die Route in Kürze

Die Route beginnt in Bergen und endet an der Atlantikstraße bei Kristiansund. Dazwischen liegen rund 700 Kilometer, drei große Fjorde, zwei berühmte Passstraßen und mindestens vier Fähren. Zwei Wochen sind ideal, in acht Tagen schaffst du es mit Abstrichen.

Bergen ist der Auftakt mit Bryggen und Fischmarkt. Von dort geht es an den Hardangerfjord nach Eidfjord mit dem Vøringsfossen, dann über Voss nach Flåm am Aurlandsfjord, wo die Flåmsbana fährt und Boote in den Nærøyfjord. Durch den Lærdalstunnel oder über die Schneestraße erreichst du Lærdal mit der Stabkirche Borgund. Dann über den Sognefjord nach Norden, am Jostedalsbreen vorbei, nach Geiranger. Von Geiranger über die Adlerstraße und die Fähre Eidsdal–Linge zum Trollstigen und hinunter nach Åndalsnes. Ålesund ist der Stadttag mit Jugendstil und Aksla, und die Atlantikstraße zwischen Molde und Kristiansund ist der Schlusspunkt.

Wer weniger Zeit hat, lässt Lærdal und Kristiansund weg. Wer mehr hat, hängt die Fähre Geiranger–Hellesylt mit Fahrzeug an, eine Stunde durch den Fjord, oder fährt von Åndalsnes hinauf zum Trollstigen-Aussichtspunkt und wieder zurück, wenn die Straße geschlossen ist.

Beste Zeit

Juni bis Anfang September. Die Passstraßen öffnen je nach Schneelage Ende Mai, der Trollstigen 2026 sogar Ende April, aber darauf kannst du dich nicht verlassen. Im Juni sind die Wasserfälle am stärksten, weil die Schmelze läuft, und die Nächte hell. Juli ist Hochsaison mit Kreuzfahrtschiffen in Geiranger und Flåm, vollen Fähren und vollen Aussichtspunkten. Ende August und Anfang September sind ruhiger, das Laub beginnt zu färben, die Nächte werden kühl.

Zwei Dinge zum Trollstigen: Nach dem Felssturz 2024 war er ein Jahr zu. 2026 lief die Saison nach Angaben von Fjord Norway wieder normal, ab dem 28. September war die Straße aber für Arbeiten werktags tagsüber gesperrt, und bei Unwetter oder Arbeiten kann sie kurzfristig schließen. Prüfe die Öffnung bei Statens vegvesen, bevor du die Route darauf aufbaust. Ende Mai blühen die Obstbäume am Hardangerfjord, das ist für sich schon eine Reise wert.

Mit Hund

Norwegen ist kein EU-Land, und das merkt der Hund an der Grenze: Zusätzlich zu Chip und gültiger Tollwutimpfung braucht er eine Bandwurmbehandlung mit Praziquantel, die 24 bis 120 Stunden vor der Einreise vom Tierarzt durchgeführt und im Heimtierausweis eingetragen sein muss. Ohne diesen Eintrag wird er abgewiesen, eine Behandlung nach Ankunft ist nicht möglich. Melde den Hund beim Zoll an.

Im Land gilt vom 1. April bis zum 20. August Leinenpflicht, viele Gemeinden verlängern sie bis in den Herbst, besonders in Schafweidegebieten. Auf den Wanderwegen über den Fjorden laufen Schafe frei, auf den Hochebenen Rentiere. Fähren nehmen Hunde kostenlos mit, in der Regel bleibt er im Fahrzeug. Campingplätze sind fast alle hundefreundlich. Im Sommer ist es selten heiß, aber die Felswege sind steinig; ein trittsicherer Hund hat hier seine beste Zeit.

Fahren und Übernachten

Norwegen hat keine Vignette; Maut wird an Brücken, Tunneln und Stadtzufahrten automatisch per Kamera erhoben und über das Kennzeichen abgerechnet. Wohnmobile bis 3,5 t registrieren sich vorab bei Epass24, dann kommt die Rechnung per Mail ohne Ermittlungsgebühr. Wohnmobile über 3,5 t sind der Sonderfall: Mit gültigem AutoPASS-Vertrag und Chip zahlen sie als Fahrzeugklasse M1 den Pkw-Tarif, ohne Vertrag werden sie als Lkw abgerechnet, und das ist das Doppelte bis Dreifache. Den Vertrag vor der Reise abschließen.

Fähren sind Teil jeder Fjordroute und rechnen nach Fahrzeuglänge ab, die wichtigste Grenze liegt bei 6 Metern. Ein AutoPASS-ferje-Konto gibt Rabatt auf den meisten Strecken. Die Straßenfähren fahren im Sommer im Halbstundentakt oder dichter, reservieren musst du nur die Touristenfähre Geiranger–Hellesylt. Rechne für jede Fähre mit Wartezeit, in der Hochsaison auch mal eine Abfahrt.

Die Straßen sind gut, aber schmal. Außerhalb der E-Straßen sind 5 bis 6 Meter Breite normal, Tunnel sind oft einspurig mit Ausweichbuchten, und Busse kommen entgegen. Trollstigen, Adlerstraße, Dalsnibba und die Zufahrt zum Stegastein sind Kehrenstraßen, auf denen ein 7-Meter-Wohnmobil gut fährt, ein Gespann aber nichts verloren hat. Wohnmobile über 3,5 t fahren höchstens 80 km/h, die Promillegrenze liegt bei 0,2, und Kontrollen sind häufig und teuer.

Übernachten: Das Jedermannsrecht gilt für Zelte, nicht für Fahrzeuge. Auf Parkplätzen wird eine Nacht geduldet, wo kein Schild es verbietet, und an den Fjorden stehen inzwischen viele Schilder. Campingplätze und Stellplätze gibt es in jedem Ort, oft direkt am Wasser, und sie sind im Juli voll. Rastplätze an den Landschaftsrouten sind zum Rasten gedacht, nicht zum Campen.

Quellen

  • ADAC: Maut in Norwegen (AutoPASS, Fahrzeugklassen)
  • AutoPASS und Epass24: Registrierung ausländischer Fahrzeuge
  • Statens vegvesen: Straßenzustand und Öffnung Trollstigen
  • Fjord Norway: Informationen zur Sperrung des Trollstigen (Stand 16.09.2026)
  • Mattilsynet: Einreise mit Hund nach Norwegen