Küste · Kroatien

Dalmatien mit dem Wohnmobil

Kroatiens Hauptküste von Zadar bis Dubrovnik: römische Paläste, Inselfähren, Wasserfälle der Krka, Kiesstrände unter dem Biokovo. Lang, heiß, großartig, und Freistehen verboten.

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Die Stationen

  1. 1

    Zadar · 2 Tage

    Meeresorgel und Sonnengruß an der Uferpromenade, die Kirche St. Donatus auf dem Forum. Die Altstadt liegt auf einer Halbinsel, Wohnmobile parken am Festland oder stehen auf den Plätzen nördlich bei Nin und Zaton. Von Zadar fahren Boote in die Kornaten, ein Tagesausflug, der sich lohnt.

    Sehenswert: Meeresorgel, Kirche St. Donatus (Zadar), Nationalpark Kornaten

    Plätze rund um Zadar

  2. 2

    Šibenik · 2 Tage

    Die Kathedrale ist Welterbe und komplett aus Stein gebaut, ohne Mörtel. Von Šibenik oder Skradin aus in den Nationalpark Krka zu den Wasserfällen, früh hin, ab 10 Uhr sind die Stege voll. Baden an den Fällen ist nicht mehr erlaubt. Stellplätze in Skradin und an der Küste.

    Sehenswert: Kathedrale des heiligen Jakob (Šibenik), Nationalpark Krka, Skradin

    Plätze rund um Šibenik

  3. 3

    Primošten · 1 Tag

    Dorf auf einer runden Halbinsel, von der Küstenstraße aus das Postkartenmotiv. Kiesstrände rundherum, Campingplätze nebenan. Der Babić-Wein wächst in Steinmauern-Parzellen auf den Hängen dahinter, ein Weingut besuchen.

    Sehenswert: Primošten, Babić (Rebsorte)

    Plätze rund um Primošten

  4. 4

    Trogir · 1 Tag

    Die Altstadt ist eine Insel zwischen Festland und Čiovo, Welterbe und am Abend wunderbar. Kathedrale mit dem Portal von Radovan, Burg Kamerlengo. Parken am Festland gegenüber, Wohnmobile auf dem Campingplatz an der Bucht. Der Flughafen Split liegt nebenan, es ist laut.

    Sehenswert: Altstadt von Trogir, Kathedrale des heiligen Laurentius (Trogir)

    Plätze rund um Trogir

  5. 5

    Split · 2 Tage

    Der Diokletianspalast ist keine Ruine, sondern eine bewohnte Altstadt in einem römischen Palast. Dazu der Marjan-Hügel mit Wald und Buchten, Markt und Fischmarkt. Von Split die Fähren nach Brač und Hvar. Campingplatz in Stobreč, mit dem Bus 20 Minuten in die Stadt.

    Sehenswert: Diokletianspalast, Marjan (Split), Brač

    Plätze rund um Split

  6. 6

    Makarska · 2 Tage

    Die Makarska Riviera: Kiesstrände unter der Felswand des Biokovo, Pinien bis ans Wasser, Campingplätze direkt am Strand. Hinauf in den Naturpark Biokovo auf einer schmalen Mautstraße, oben der Skywalk, von dort siehst du bei klarer Sicht bis Italien. Zwei Badetage mit einem Bergtag.

    Sehenswert: Biokovo, Makarska Riviera

    Plätze rund um Makarska

  7. 7

    Dubrovnik · 2 Tage

    Die Stadtmauer umrunden, früh um 8 Uhr, wenn die Tore öffnen und bevor die Kreuzfahrtschiffe entladen. Stradun, Lokrum mit dem Boot, abends die Kaffeebars in der Mauer. Mit dem Wohnmobil auf den Campingplatz in Babin Kuk und mit dem Bus hinein, Parkplätze in der Stadt gibt es praktisch nicht.

    Sehenswert: Stadtmauer von Dubrovnik, Stradun, Lokrum

    Plätze rund um Dubrovnik

Warum nach Dalmatien

Dalmatien ist die Küste, an der Kroatien alles aufbietet: 400 Kilometer Felsküste mit über tausend Inseln davor, Städte, die Römer, Venezianer und Habsburger gebaut haben, zwei Nationalparks mit Wasserfällen, und das klarste Wasser der Adria. Dazu kommt die Jadranska Magistrala, die Küstenstraße, die über Hunderte Kilometer am Meer entlang führt und auf der du alle zehn Minuten anhalten willst.

Es ist keine Region für ein Wochenende. Von Zadar bis Dubrovnik sind es 350 Kilometer, und jede der Städte verdient zwei Tage. Mit dem Wohnmobil hast du einen Vorteil: Du kannst in Stobreč am Strand stehen und morgens mit dem Bus in den Diokletianspalast fahren, und du kannst die Hitze mittags am Wasser aussitzen, statt in einer Altstadtwohnung.

Die Route in Kürze

Die Route läuft von Nordwesten nach Südosten: Zadar, Šibenik mit dem Nationalpark Krka, Primošten, Trogir, Split, die Makarska Riviera und zum Schluss Dubrovnik. Insgesamt rund 400 Kilometer auf der Küstenstraße D8, oder schneller auf der Autobahn A1 bis Ploče und dann über die Pelješac-Brücke nach Dubrovnik.

Von Dubrovnik fährst du entweder zurück oder weiter nach Montenegro (Bucht von Kotor, zwei Stunden). Wer von Istrien kommt, nimmt die Fähre Pula-Zadar oder die Küstenstraße durch die Kvarner Bucht, die zwischen Senj und Karlobag spektakulär und leer ist. Wer über die A1 aus Zagreb anreist, kann die Plitvicer Seen auf dem Weg nach Zadar mitnehmen.

Acht Tage sind das Minimum, mit je einem Tag pro Station. Zwölf Tage sind gut, mit Inselausflügen nach Brač oder Hvar. Zwei Wochen und mehr: Hvar oder Korčula mit dem Wohnmobil auf der Fähre, oder Mljet von Dubrovnik aus.

Beste Zeit

Mai, Juni und September. Das Meer hat ab Juni über 22 Grad, die Temperaturen liegen bei 25 bis 30, die Fähren fahren im Sommerfahrplan, aber ohne Schlangen, und die Campingplätze haben Platz. Im Mai blüht die Macchia, im September ist das Wasser am wärmsten.

Juli und August sind sehr heiß, oft 35 Grad und mehr, ohne Regen. Die Küstenstraße steht zwischen Split und Makarska ab Mittag, die Fähren nach Hvar haben Wartezeiten von Stunden, Dubrovnik ist mit Kreuzfahrern und Tagesgästen so voll, dass die Stadt den Zugang zur Altstadt begrenzt. Die Campingplätze sind ausgebucht und teuer. Wer nur dann kann, reserviert alles, fährt vor 8 Uhr und bleibt mittags am Platz.

Oktober ist mild und ruhig, mit 20 Grad und Meer um 20 Grad, aber die ersten Bora-Stürme kommen und viele Campingplätze schließen Mitte des Monats. April ist grün und leer, zum Baden zu kalt.

Mit Hund

Dalmatien geht mit Hund, erfordert aber Planung wegen der Hitze. In Kroatien gilt Leinenpflicht, offizielle Strände sind für Hunde gesperrt, und das wird an der Riviera auch durchgesetzt. Hundestrände gibt es in Zadar, Split, Makarska und an den meisten Campingplätzen. In den Nationalparks Krka und Paklenica sind Hunde an der Leine erlaubt, auf die Insel Visovac in der Krka nicht. Auf den Fähren gilt Maulkorbpflicht.

Das Problem ist der Sommer: Kiesstrände und Felsplatten sind ab 11 Uhr glühend heiß, in den Altstädten gibt es wenig Schatten, und Hunde überhitzen schnell. Du gehst morgens vor 9 und abends nach 18 Uhr, mittags bleibt der Hund im Schatten mit Wasser. Der Marjan in Split und der Biokovo über Makarska bieten Wald und Höhe. Im Mai, Juni und September ist das alles kein Thema. Für die Einreise brauchst du EU-Heimtierausweis, Chip und Tollwutimpfung.

Fahren und Übernachten

Du hast zwei Straßen: die Autobahn A1 im Hinterland, schnell, leer, mautpflichtig und ohne Aussicht, und die Küstenstraße D8, die Jadranska Magistrala, zweispurig, kurvig, durch jeden Ort, mit Blick aufs Meer. Du kombinierst beide: A1 für die langen Strecken, D8 für die schönen Abschnitte wie Primošten-Trogir und Omiš-Makarska. Bei Omiš läuft die D8 mitten durch die Stadt, im Sommer ist das ein Nadelöhr.

Die Maut auf der A1 richtet sich nach der Klasse: Wohnmobile über 1,90 Meter Höhe an der Vorderachse bis 3,5 Tonnen fahren in Klasse II, schwere in Klasse III. Bezahlt wird an den Stationen mit Karte oder bar, eine ENC-Box spart Zeit an den Schlangen im Sommer. Die Pelješac-Brücke nach Dubrovnik ist mautfrei und erspart dir die Durchfahrt durch Bosnien bei Neum. Wer trotzdem durch Neum fährt, braucht die Grüne Versicherungskarte.

Die Bora ist ein Fallwind von den Bergen, der plötzlich mit Orkanstärke kommt. Dann sperrt die Polizei die Küstenstraße und die A1 abschnittsweise für Wohnmobile, Anhänger und Lkw, vor allem bei Senj, am Velebit und bei Makarska. Der Autoklub HAK meldet die Sperrungen, im Herbst und Winter öfter, im Sommer selten.

Freistehen ist in Kroatien verboten, überall, und Dalmatien kontrolliert das strenger als Istrien. Die Alternativen sind Campingplätze, die an jedem Strand liegen, und Camper Stops, kleinere Stellplätze oft bei Familien oder Weingütern. In Dubrovnik ist das Übernachten ein echtes Problem: Es gibt einen Campingplatz auf der Halbinsel Babin Kuk, von dem der Bus in die Altstadt fährt, und wenige Parkplätze oberhalb der Stadt. Parke das Wohnmobil dort und fahr nicht in die Nähe der Altstadt.

Inselfähren von Jadrolinija nehmen Wohnmobile, der Preis richtet sich nach der Länge in Stufen bis fünf, sieben und über sieben Meter, in der Hauptsaison teurer. Nicht alle Linien lassen sich online buchen, im Sommer stellst du dich früh am Hafen an. Katamarane nehmen keine Fahrzeuge. Hvar und Korčula sind mit dem Wohnmobil machbar, aber die Inselstraßen sind schmal, und die Campingplätze dort sind klein.