Küste · Spanien

Costa Brava mit dem Wohnmobil

Felsbuchten, Dalí, griechische Ruinen und Girona: die wilde Küste Kataloniens ist kurz hinter der französischen Grenze und im Mai schon Sommer.

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Baden & StrandStädteFotografierenWein & GenussWandernMit Kindern 5 bis 8 Tage 231 Plätze an den Stationen

Die Stationen

  1. 1

    Figueres · 1 Tag

    Das Dalí-Theatermuseum ist das meistbesuchte Museum Kataloniens nach den Barceloner, mit Eiern auf dem Dach und Dalís Grab in der Mitte; Tickets online mit Zeitfenster. Das Castell de Sant Ferran nebenan ist die größte Festung Europas aus dem 18. Jahrhundert und fast leer.

    Sehenswert: Teatre-Museu Dalí, Castell de Sant Ferran

    Plätze rund um Figueres

  2. 2

    Cadaqués · 2 Tage

    Weißes Dorf am Ende der Welt, nur über den Pass erreichbar. Dalís Haus in Portlligat liegt einen Spaziergang entfernt, Besuch nur mit vorab gebuchtem Zeitfenster. Der Cap de Creus ist der östlichste Punkt Spaniens, mit Felsen wie aus einem Dalí-Bild; die Straße hinaus ist schmal, besser wandern oder früh fahren.

    Sehenswert: Cap de Creus, Casa-Museu Salvador Dalí

    Plätze rund um Cadaqués

  3. 3

    Roses · 1 Tag

    Breite Bucht mit langem Sandstrand, Zitadelle und dem Beginn der Felsküste nach Osten mit Buchten wie Cala Montjoi. Die Feuchtgebiete Aiguamolls de l'Empordà südlich davon sind ein Vogelparadies mit Beobachtungshütten, früh morgens hingehen.

    Sehenswert: Ciutadella de Roses, Aiguamolls de l'Empordà

    Plätze rund um Roses

  4. 4

    l'Escala · 1 Tag

    Anchovis-Hauptstadt und Empúries: griechische und römische Ruinen direkt am Strand, mit Mosaiken und Blick aufs Meer. Der Küstenweg von l'Escala nach Sant Martí d'Empúries führt daran vorbei. Abends im Hafen Anchovis probieren, die hier anders schmecken als aus der Dose.

    Sehenswert: Empúries, Sant Martí d'Empúries

    Plätze rund um l'Escala

  5. 5

    Palafrugell · 1 Tag

    Der Ort liegt landeinwärts, die Buchten davor sind der Grund: Calella de Palafrugell, Llafranc und Tamariu, mit weißen Häusern und dem Küstenweg dazwischen. Der botanische Garten Cap Roig thront über dem Meer. Begur mit der Burg und den Buchten Sa Tuna und Aiguablava ist eine Viertelstunde weiter.

    Sehenswert: Calella de Palafrugell, Jardí Botànic de Cap Roig, Begur

    Plätze rund um Palafrugell

  6. 6

    Tossa de Mar · 1 Tag

    Die einzige befestigte mittelalterliche Altstadt am Meer in Katalonien, mit Türmen direkt über dem Strand. Die Küstenstraße nach Sant Feliu ist 20 Kilometer Haarnadelkurven mit Aussichtspunkten, langsam und am besten morgens. Tossa ist im Sommer sehr voll, Stellplätze liegen oberhalb des Orts.

    Sehenswert: Vila Vella (Tossa de Mar), Sant Feliu de Guíxols

    Plätze rund um Tossa de Mar

  7. 7

    Girona · 1 Tag

    Die farbigen Häuser am Onyar, die Kathedrale mit der breitesten gotischen Halle der Welt, das jüdische Viertel und die Stadtmauer zum Drüberlaufen. Girona ist eine der schönsten Städte Spaniens und viel ruhiger als Barcelona. Wohnmobile parken am Stadtrand, zu Fuß sind es 15 Minuten.

    Sehenswert: Kathedrale von Girona, Call de Girona, Banys Àrabs

    Plätze rund um Girona

Warum an die Costa Brava

Costa Brava heißt wilde Küste, und zwischen den Betonorten des Südens stimmt das noch: Felskaps aus Granit und Schiefer, Pinien bis ans Wasser, Buchten, zu denen nur ein Fußweg führt. Der Cap de Creus im Norden ist eine Mondlandschaft aus verwittertem Fels, die Dalí sein Leben lang gemalt hat. Dazu kommen Empúries, wo die Griechen Spanien betraten, mittelalterliche Dörfer wie Pals und Peratallada im Hinterland und Girona, eine der schönsten Städte des Landes.

Für Wohnmobilisten aus Deutschland ist das die nächste Mittelmeerküste mit echtem Süden: Im Mai ist hier schon Sommer, im Oktober noch. Die Anreise ist in zwei Tagen zu schaffen, und die Infrastruktur ist gut, solange du die Regeln kennst. Die wichtigste: Katalonien unterscheidet streng zwischen Parken und Campen.

Die Route läuft von Norden nach Süden, von Figueres bis Tossa, und endet in Girona. Acht Tage sind gut, fünf reichen für Cadaqués, Empúries und die Buchten um Palafrugell.

Die Route in Kürze

Figueres hat Dalís Museum, das Theater, in dem er sich selbst begraben ließ. Cadaqués ist das weiße Dorf hinter dem Pass, mit seinem Haus in Portlligat und dem Cap de Creus, dem östlichsten Punkt Spaniens. Roses hat die große Bucht und die Feuchtgebiete dahinter, l'Escala die Anchovis und die Ruinen von Empúries.

Südlich der Bucht von Pals beginnt die klassische Costa Brava mit den Buchten um Begur und Palafrugell: Calella, Llafranc, Tamariu, Aiguablava. Tossa de Mar ist die Altstadt mit Mauern am Strand, davor die berühmte Kurvenstraße von Sant Feliu. Girona im Hinterland ist der Schlusspunkt, 40 Kilometer von der Küste und eine andere Welt.

Beste Zeit

Mai, Juni, September und Oktober. Dann ist es warm, das Wasser hat ab Juni über 20 Grad, die Buchten sind leer und die Stellplätze offen. Juli und August sind überlaufen; die Buchten um Begur sind dann ab 10 Uhr voll, Cadaqués steht im Stau am Pass, und die Gemeinden sperren Wohnmobile von den Strandparkplätzen aus.

Der Winter ist mild, aber die Tramontana, der Nordwind aus den Pyrenäen, kann im Empordà tagelang mit über 100 km/h blasen; das gilt auch im Frühjahr und Herbst. Dann Markise einfahren und einen geschützten Platz suchen. Viele Campingplätze haben von November bis März geschlossen, die Stellplätze in den Orten bleiben offen.

Mit Hund

Hundestrände sind selten, aber vorhanden: Roses (Platja de la Rubina), l'Escala, Palamós und Lloret haben je einen Abschnitt. Die übrigen Strände sind von Juni bis September hundefrei, oft mit Bußgeld. Außerhalb der Saison ist es locker. Im Naturpark Cap de Creus gilt Leinenpflicht, die Küstenwege (Camins de Ronda) sind mit Hund gut zu gehen, im Sommer früh oder spät wegen der Hitze.

Ins Dalí-Museum und ins Dalí-Haus dürfen Hunde nicht. Auf den Stellplätzen und Campingplätzen sind sie Standard, in den Restaurants draußen meist willkommen. Felsen und Sand heizen sich ab Juni mittags auf, Pfoten prüfen.

Fahren und Übernachten

Die AP-7 ist seit 2021 mautfrei, damit entfällt die alte Frage nach der Mautklasse. Die N-II und die Küstenstraßen sind kostenlos und im Sommer voll. Zwei Strecken verdienen Respekt: die GI-614 über den Pass nach Cadaqués, schmal und mit Busgegenverkehr, und die GI-682 zwischen Tossa und Sant Feliu, 20 Kilometer Haarnadeln ohne Fehlertoleranz. Beide sind mit Wohnmobilen bis 7 Meter fahrbar, wenn du langsam bist; größere nehmen die Inlandrouten.

Die wichtigste Regel ist die katalanische Auslegung von Parken und Campen. Parken ist erlaubt, wo es nicht verboten ist, auch nachts. Campen ist es nicht, und als Campen gilt alles, was über das Fahrzeugmaß hinausgeht: Stufe, Markise, Stühle, Keile, ein aufgestelltes Hubdach. Die Mossos d'Esquadra und die Ortspolizei legen das eng aus, und die Bußgelder sind hoch. Im Naturpark Cap de Creus und in den anderen Schutzgebieten ist Übernachten komplett untersagt.

Stellplätze gibt es in den meisten Küstenorten, kommunal oder privat, oft mit 48-Stunden-Limit. Im Sommer sperren Roses, l'Escala, Begur und Tossa ihre Strandparkplätze per Höhenschranke oder Verordnung; die Stellplätze liegen dann im Ort oder dahinter, und du gehst zu Fuß. Campingplätze sind reichlich vorhanden und außerhalb der Saison günstig.

Girona bereitet eine Umweltzone vor, Figueres hat keine, Barcelona schon: Dort brauchen ausländische Fahrzeuge eine vorherige Online-Registrierung, bevor sie in die Stadt dürfen. Wenn du von Girona weiter nach Süden willst, kümmere dich vorher darum.

Noch ein Hinweis zu Cadaqués: Der Parkplatz für Wohnmobile liegt am Ortseingang, Übernachten ist dort verboten und wird kontrolliert. Die Campingplätze im Ort und der Stellplatz in Roses sind die Alternative. Die Fahrt hinaus zum Cap de Creus ist schmal; früh morgens hast du die Straße und das Kap für dich, oder du läufst die zwei Stunden vom Dorf.