See · Ungarn

Balaton mit dem Wohnmobil

Der Plattensee: warmes, flaches Wasser im Süden, Weinberge und Vulkankegel im Norden, die Abtei von Tihany und der Thermalsee von Hévíz als Abschluss.

Roadtrip hierher planen
Baden & StrandWein & GenussWellness & ThermenMit KindernNatur & AussichtRadfahren 5 bis 8 Tage 179 Plätze an den Stationen

Die Stationen

  1. 1

    Siófok · 1 Tag

    Die Hauptstadt des Südufers: flaches, warmes Wasser, in das man hundert Meter weit hineinläuft, ideal für Kinder. Abends Promenade, Wasserturm und viel Betrieb, im Sommer laut. Ein Tag zum Ankommen, dann weiter zur Fähre in Szántód.

    Sehenswert: Wasserturm Siófok

    Plätze rund um Siófok

  2. 2

    Tihany · 1 Tag

    Die Halbinsel mit der Abtei auf dem Hügel, Lavendelfeldern und dem Innensee. Mit der Fähre von Szántód hinüber, Wohnmobil am Ortsrand parken, zu Fuß zur Abtei und auf dem Rundweg um den Innensee. Im Juli ist das Dorf überfüllt, der Blick von der Abtei trotzdem jeden Weg wert.

    Sehenswert: Abtei Tihany, Balaton-Oberland-Nationalpark

    Plätze rund um Tihany

  3. 3

    Balatonfüred · 1 Tag

    Der Kurort des Nordufers mit der Tagore-Promenade, Platanen, Villen und Jachthafen. Vornehmer als Siófok, abends Spaziergang am Wasser, Kaffee im alten Kurhaus. Von hier beginnt die Weinstraße nach Westen.

    Sehenswert: Tagore-Promenade

    Plätze rund um Balatonfüred

  4. 4

    Badacsonytomaj · 2 Tage

    Der Badacsony ist ein Vulkankegel mit Basaltsäulen, Weinbergen und Blick über den ganzen See. Hinauf zu Fuß oder mit dem Jeep-Taxi, oben Weinprobe beim Winzer. Zwei Tage, einer für den Berg, einer für die Keller. Weinlese im September.

    Sehenswert: Badacsony

    Plätze rund um Badacsonytomaj

  5. 5

    Szigliget · 1 Tag

    Burgruine auf dem Hügel über dem Dorf, Blick auf die Vulkankegel des Balaton-Oberlands. Das Dorf hat Reetdächer und Weinkeller, der Strand ist klein und ruhig. Guter Zwischenhalt auf dem Weg nach Keszthely.

    Sehenswert: Burg Szigliget

    Plätze rund um Szigliget

  6. 6

    Keszthely · 1 Tag

    Die Stadt am Westende mit dem Schloss Festetics, dem drittgrößten Ungarns, samt Bibliothek und Kutschenmuseum. Das Balaton-Museum erklärt den See. Fußgängerzone, Markt, Strand am Schilfufer. Von hier sind es sechs Kilometer nach Hévíz.

    Sehenswert: Schloss Festetics, Balaton-Museum

    Plätze rund um Keszthely

  7. 7

    Hévíz · 2 Tage

    Der größte natürliche Thermalsee Europas, 38 Meter tief, auch im Winter über 20 Grad warm, mit Seerosen und Holzpavillons über dem Wasser. Man schwimmt zwischen den Rosen, dann Ruhe auf der Wiese. Ein Tag reicht, zwei tun gut. Der Ort ist Kurstadt, viele deutsche und österreichische Gäste.

    Sehenswert: Hévízer See

    Plätze rund um Hévíz

Warum der Balaton

Der Balaton ist der größte See Mitteleuropas, 77 Kilometer lang, und er hat zwei Gesichter. Das Südufer ist flach: Man läuft hundert Meter hinein und steht noch bis zur Hüfte im Wasser, das im Sommer 25 Grad und mehr hat. Hier sind die Familienstrände, die Campingplätze mit Wasserrutschen und die Partymeile von Siófok. Das Nordufer ist das Gegenteil: Vulkankegel mit Weinbergen, die Halbinsel Tihany mit der Abtei, Kurorte mit Villen und Platanen, Weinkeller, in denen man abends sitzt. Dazu kommt Hévíz, der Thermalsee am Westende, in dem man das ganze Jahr zwischen Seerosen schwimmt.

Mit dem Wohnmobil ist der Balaton bequem: Die Anreise von Wien dauert zwei Stunden, von München fünf, die Campingplätze liegen am Wasser, die Preise sind niedrig, und mit der Fähre von Szántód nach Tihany wird aus der Uferstraße eine Runde.

Die Route in Kürze

Die Route beginnt in Siófok am Südufer, setzt mit der Fähre von Szántód nach Tihany über und folgt dem Nordufer nach Westen: Balatonfüred, Badacsony, Szigliget, Keszthely und als Abschluss Hévíz. Das sind nur rund 150 Kilometer Straße, aber fünf bis acht Tage, weil jeder Ort einen Tag braucht und der See zum Bleiben einlädt.

Siófok ist der Badetag mit Kindern. Tihany ist die Abtei auf dem Hügel, die Lavendelfelder und der Innensee. Balatonfüred ist der Kurort mit der Promenade. Badacsony ist der Wein: ein Vulkankegel mit Kellern, in die man abends einkehrt. Szigliget hat die Burg mit dem Blick. Keszthely das Schloss, und Hévíz den Thermalsee.

Wer mehr Zeit hat, fährt von Keszthely über das Südufer zurück, mit Halt in Fonyód (Hundestrand, Blick auf den Badacsony) und Balatonboglár, oder in den Balaton-Oberland-Nationalpark mit dem Káli-Becken, dem Tapolca-Höhlensee und den Basaltorgeln von Hegyestű.

Beste Zeit

Juni und September. Im Juni ist das Wasser warm, die Strände sind noch nicht voll, und die Lavendelfelder auf Tihany blühen. September ist Weinlese am Nordufer, das Wasser ist noch badbar, die Ferienorte werden ruhig. Juli und August sind ungarische und deutsche Ferien zugleich: Siófok wird zur Partymeile, die Fähre nach Tihany hat Schlangen, die Campingplätze am Südufer sind ausgebucht, und es ist heiß, oft über 30 Grad.

April, Mai und Oktober sind für Hévíz, Wein und Radfahren gut; der Balaton-Radweg führt rund um den See, 200 Kilometer, meist flach. Das Seewasser ist dann kühl, der Thermalsee nicht. Im Winter ist Hévíz allein eine Reise wert, die Campingplätze am See sind dann aber überwiegend geschlossen.

Mit Hund

Ungarn ist für Hunde unkomplizierter, als es klingt. EU-Heimtierausweis mit Chip und Tollwutimpfung genügt. Leinenpflicht gilt in Orten und auf Campingplätzen. Die offiziellen Badestrände am Balaton sind für Hunde gesperrt, dafür haben einige Gemeinden Hundestrände eingerichtet, zuerst Fonyód, dann Balatonföldvár am Südufer; dort darf der Hund ins Wasser, Impfnachweis muss dabei sein. Außerhalb der Strandbäder ist das Ufer vielerorts frei zugänglich, am Nordufer oft mit Schilf und Steinen.

In den Thermalsee von Hévíz darf kein Hund. Im Juli und August ist es am Balaton sehr heiß; die Weinberge am Nordufer sind nachmittags ohne Schatten, die Wanderung auf den Badacsony ist dann für Hunde nichts. Früh morgens laufen, mittags im Schatten, abends ans Wasser. Zecken gibt es in den Wäldern des Balaton-Oberlands.

Fahren und Übernachten

Die E-Vignette ist Pflicht auf der M7, die von Budapest zum See führt, und allen anderen Autobahnen und Schnellstraßen. Sie ist ans Kennzeichen gebunden, kaufst du nur über das amtliche Portal oder an Tankstellen, weil inoffizielle Anbieter kräftig aufschlagen, und du prüfst beim Kauf Kennzeichen und Fahrzeugkategorie. Wohnmobile bis 3,5 t sind Kategorie D1, mit mehr als sieben Sitzen D2. Wohnmobile über 3,5 t waren bis 2025 im HU-GO-Streckenmautsystem; seit Januar 2026 brauchen sie laut ADAC und ÖAMTC stattdessen eine Vignette der Kategorie D2. Prüfe das vor der Abfahrt, falls sich die Regel wieder ändert. Die Uferstraßen um den See sind vignettenfrei.

Die Promillegrenze ist null und wird kontrolliert. Abblendlicht außerorts ganzjährig. Wohnmobile über 3,5 t fahren außerorts höchstens 70, auf der Autobahn 80. Die Uferstraßen sind gut ausgebaut, die Weinbergstraßen am Nordufer schmal und steil; auf Tihany lässt du das Wohnmobil am Ortsrand. Die Fähre Szántód–Tihany fährt ganzjährig, nimmt Wohnmobile mit und ist im Sommer an Wochenenden lange voll, früh morgens oder abends ist Platz.

Frei stehen ist in Ungarn verboten, und rund um den Balaton wird das kontrolliert, weil der See das wichtigste Urlaubsgebiet des Landes ist. Das ist leicht zu umgehen: An beiden Ufern reihen sich Campingplätze und Stellplätze, viele mit eigenem Strand, und die Preise liegen unter dem, was du von Österreich oder Italien kennst. Im Juli und August am Südufer reservieren, am Nordufer ist meist Platz.

Quellen

  • ADAC: Vignette und Maut in Ungarn (Stand 2026)
  • ÖAMTC: E-Vignette Ungarn 2026, neue Preise und Regionalvignetten
  • BAHART: Fähre Szántód–Tihany