Checklisten › Abfahrtscheck: Bevor du losfährst
Abfahrtscheck: Bevor du losfährst
Zehn Minuten vor jeder Fahrt: Dachhauben, Kühlschrank, Gas, Stufe, Kabel und Keile. Die Liste, die Dachfenster und Heckgarage vor dem Kreisverkehr rettet.
0 von 35 erledigt
Zurücksetzen
Drucken
Der Abfahrtscheck ist die Liste, die du nach dem dritten Mal auswendig kannst und trotzdem jedes Mal abhaken solltest. Fast jeder Schaden an Dachhauben, Markisen und Trittstufen passiert nicht auf der Autobahn, sondern beim Losfahren vom Stellplatz, wenn alle noch im Urlaubsmodus sind. Geh die Liste in immer derselben Reihenfolge durch: erst innen, dann einmal außen herum, dann Fahrzeug und Papiere.
Innen
Alles, was beim Anfahren fliegen, kippen oder auslaufen kann.
Dachhauben geschlossen und verriegelt Eine offene Dachhaube reißt bei Fahrtwind ab oder schlägt zu und bricht. Von innen sieht man eine halboffene Haube oft nicht.
Alle Fenster geschlossen und verriegelt Ausstellfenster in Lüftungsstellung sehen zu aus, halten aber nicht gegen Fahrtwind.
Schränke, Schubladen und Klappen zu und eingerastet Ein Push-Lock, der nicht eingerastet ist, öffnet sich in der ersten Kurve. Jeden Griff kurz antippen.
Kühlschranktür verriegelt Die Türverriegelung ist bei vielen Modellen eine eigene Stellung, nicht nur zugedrückt. Ausgelaufene Milch im Fußraum kennt fast jeder einmal.
Kühlschrank auf Fahrbetrieb (12 V oder Automatik) Bei Absorberkühlschränken ist Gasbetrieb während der Fahrt in Tunneln und an Tankstellen untersagt. Den Modus prüfen, nicht nur annehmen.
Gasflasche zugedreht (sofern kein zugelassenes Crash-Sensor-System) Ohne Crash-Sensor muss die Flasche während der Fahrt zu sein. Wer mit laufender Gasheizung fahren will, braucht die dafür zugelassene Technik. Im Zweifel: zu.
Herd aus, Kochfeldabdeckung geschlossen Die Glasabdeckung kann bei Vibration aufklappen und zerspringen.
Tisch abgesenkt oder gesichert Ein frei hängender Hubtisch wird in der Vollbremsung zum Geschoss.
Fernseher abgenommen oder arretiert TV-Halterungen sind für den Stand gebaut, nicht für Bremsmanöver.
Lose Gegenstände verstaut: Kaffeemaschine, Flaschen, Pfannen, Laptop Alles, was auf der Arbeitsplatte liegt, liegt nach der ersten Bremsung auf dem Boden.
Wasserhähne zu, Pumpe aus Vibration kann einen Einhebelmischer öffnen; die Pumpe läuft dann den Tank leer in den Abwassertank oder auf den Boden.
Sitze in Fahrtrichtung, Drehkonsole eingerastet Nicht eingerastete Drehsitze sind ein Unfallrisiko und bei der Kontrolle ein Problem.
Gurte frei, Kindersitze und Hundesicherung befestigt
Außen
Einmal um das Fahrzeug gehen. Immer in derselben Richtung, dann vergisst du nichts.
Trittstufe eingefahren Eine ausgefahrene Stufe wird am ersten Bordstein abgerissen. Viele Fahrzeuge warnen beim Start, aber nicht alle.
Landstromkabel abgezogen, aufgerollt, Außensteckdose verschlossen Ein vergessenes Kabel reißt die Säule oder die Steckdose aus dem Fahrzeug. Immer erst am Fahrzeug, dann an der Säule abstecken.
Wasserschlauch abgebaut, Frischwasser-Deckel verschlossen und abgeschlossen
Grauwasserhahn geschlossen Ein offener Ablasshahn tropft den ganzen Weg und ist auf Stellplätzen ein Ärgernis. Erst an der Entsorgung öffnen.
Auffahrkeile entfernt und verstaut Keile unter dem Rad sind der Klassiker: Sie bleiben liegen oder werden überrollt und zerstört.
Markise eingefahren und verriegelt Eine nicht ganz eingefahrene Markise öffnet sich bei Tempo 100 und reißt die Halterung aus der Wand.
Fahrradträger: Räder verzurrt, Träger hochgeklappt und gesichert, Kennzeichen und Licht sichtbar Lose Räder und verdeckte Kennzeichen sind beides Bußgeldgründe. Kurz am Träger rütteln.
Alle Außenklappen verriegelt: Heckgarage, Gaskasten, Serviceklappen Eine nicht verriegelte Garagenklappe öffnet sich bei Fahrtwind und schlägt gegen die Karosserie.
Antenne, SAT-Anlage eingefahren Eine ausgefahrene SAT-Schüssel kostet an der ersten Brücke mehrere hundert Euro.
Hubstützen hochgekurbelt oder eingefahren Hubstützen am Boden heben beim Anfahren das Heck an oder brechen ab.
Unter dem Fahrzeug nachgesehen: Pfützen, vergessene Teile, Stromkabel, Haustier
Fahrzeug
Nicht jeden Tag, aber vor jeder längeren Etappe.
Reifendruck geprüft, nach Herstellerangabe für beladenes Fahrzeug Wohnmobile fahren meist an der Gewichtsgrenze. Der richtige Druck steht im Handbuch oder auf dem Aufkleber, nicht auf dem Reifen. Zu wenig Druck heißt Hitze und Reifenschaden.
Reifen auf Risse, Alter und Fremdkörper angesehen Reifen an Wohnmobilen altern schneller als sie abfahren. Ab etwa sechs Jahren kritisch prüfen, das Herstellungsdatum steht als DOT-Nummer auf der Flanke.
Licht rundum geprüft: Abblendlicht, Blinker, Bremslicht, Rücklicht, Kennzeichenleuchte
Spiegel eingestellt, Kamera sauber Nach dem Rangieren auf engen Plätzen stehen Spiegel oft verdreht. Die Rückfahrkamera ist nach Regen blind.
AdBlue-Stand bei Dieselmotoren Ist AdBlue leer, startet das Fahrzeug nicht mehr. Die Warnung kommt früh, aber nicht jeder sieht sie.
Beladung gleichmäßig verteilt, schwere Dinge unten und zwischen den Achsen Zu viel Gewicht in der Heckgarage entlastet die Vorderachse. Das Fahrzeug lenkt dann schlechter und schlingert.
Papiere
Führerschein, Fahrzeugschein, Personalausweis oder Reisepass
Versicherungsnachweis, Grüne Karte bei Auslandsfahrten Die Grüne Karte ist in einigen Ländern außerhalb der EU noch Pflicht. Welche, steht beim ADAC oder bei deiner Versicherung.
Gasprüfbescheinigung und Fahrzeughandbuch an Bord
Pflichtausstattung des Ziellandes dabei: Warnwesten, Warndreieck, Verbandskasten, ggf. Ersatzlampen Die Pflichtausstattung unterscheidet sich je Land. Vor der Abfahrt die Länderinfo lesen.
Maut und Vignette geklärt, Umweltplakette, Fahrzeugmaße notiert Höhe, Länge und zulässige Gesamtmasse brauchst du an Mautstationen, Fähren und Brücken. Ein Zettel am Armaturenbrett spart Nachdenken.